Praxis für PsychotherapiE
Wer steht hinter der Praxis
Ich bin Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Und wahrscheinlich nicht die Therapeutin, die auf jede schwierige Frage mit einem bedeutungsvollen Schweigen antwortet.
Ich mag es, verstehen zu wollen: Warum wir uns immer wieder ähnlich verhalten, obwohl wir längst wissen, dass es uns nicht guttut. Warum manche Erfahrungen noch Jahre später beeinflussen, wie wir denken, fühlen oder Beziehungen gestalten. Und warum es manchmal so erstaunlich schwer ist, etwas zu verändern, das man rational längst durchschaut hat.
Genau das interessiert mich an Psychotherapie.
In meiner Arbeit verbinde ich fachliche Klarheit mit Neugier und einer guten Portion Pragmatismus. Mir ist wichtig, Zusammenhänge verständlich zu machen und gemeinsam herauszufinden, was hinter einem Problem steckt – aber nicht dort stehen zu bleiben.
Therapie darf aus meiner Sicht konkret sein. Sie darf neue Perspektiven eröffnen, Gewohntes infrage stellen und dazu ermutigen, Dinge tatsächlich anders auszuprobieren.
Dabei gibt es für mich keine therapeutische Schablone. Menschen funktionieren unterschiedlich. Was für den einen hilfreich ist, kann für die andere vollkommen unpassend sein. Deshalb arbeite ich verhaltenstherapeutisch und beziehe je nach Fragestellung auch traumatherapeutische und körperorientierte Ansätze ein.
Ich schätze Offenheit – auch in der therapeutischen Beziehung. Wenn ich etwas nicht verstehe, frage ich nach. Wenn ich einen Widerspruch wahrnehme, spreche ich ihn an. Und wenn etwas in der Therapie nicht hilfreich ist, darf und soll auch das gesagt werden.
Psychotherapie ist für mich kein Ort, an dem man etwas leisten oder Erwartungen erfüllen muss.
Seit 2014 arbeite ich an der Schön Klinik Bad Bramstedt, seit 2021 in leitender ärztlicher Funktion. Dort begleite ich seit vielen Jahren Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten, Beschwerden und Veränderungswünschen. Diese Arbeit hat meinen Blick dafür geprägt, psychische Beschwerden nicht isoliert zu betrachten, sondern den Menschen mit seiner Geschichte, seinen Beziehungen, seinem Körper und seinen aktuellen Lebensbedingungen im Blick zu behalten.
Trotz aller Diagnosen, Modelle und therapeutischen Konzepte interessiert mich deshalb vor allem der Mensch dahinter.
Und vielleicht auch die Frage, die mich an Psychotherapie bis heute am meisten fasziniert:
Was müsste sich verändern, damit das eigene Leben wieder ein Stück mehr zum eigenen wird?